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Anti-Schwarzer-Rassismus

Anti-Schwarzer Rassismus bezeichnet die spezifische Herabwürdigung, Entmenschlichung und rassistische Diskriminierung von Schwarzen, afrikanischen und afrodiasporischen Menschen.  (Aikins, Muna AnNisa et al. (2021): Afrozensus 2020: Perspektiven, Anti-Schwarze Rassismuserfahrungen und Engagement Schwarzer, afrikanischer und afrodiasporischer Menschen in Deutschland, Berlin. www.afrozensus.de).


Anti-Schwarzer Rassismus, also Rassismus gegen Schwarze Menschen, wird auch als Kolonialrassismus bezeichnet, da seine Wurzeln in der Kolonialzeit liegen. Das geschah besonders anhand physischer Eigenschaften, zum Beispiel der Körperform oder von Afrohaaren. Anti-Schwarzer Rassismus führt aufgrund dieser Sichtbarkeit des Schwarzseins, insbesondere bei dark-skinned Personen, zu regelmäßigen psychischen und physischen Gewalterfahrungen im privaten und öffentlichen Raum.  Er wurde konstruiert, um die koloniale Besetzung des afrikanischen Kontinents sowie die damit verbundenen Verbrechen – darunter Genozide, Versklavung, Vergewaltigung, Ausbeutung und Unterdrückung – zu legitimieren. Die Geschichte dieser Gräueltaten und der Sklaverei wird in der Selbstbezeichnung häufig mit dem Swahili-Begriff Maafa zusammengefasst.


In Deutschland wird anti-Schwarzer Rassismus auf viele verschiedene Arten (re-)produziert und erlebt. Ein gängiges Beispiel für anti-Schwarzer Rassismus in Deutschland ist die weiße Vorstellung, dass man nicht gleichzeitig Schwarz und deutsch sein kann. Schwarze Menschen werden von weißen ständig gefragt, woher sie kommen. Von klein auf werden Schwarze Menschen in Deutschland mit anti-Schwarzem Rassismus konfrontiert, unter anderem durch Geschichten in deutschen Kinderbüchern, Kinderliedern und sogar Kinderspielen.
 

www.kompetenznetzwerk-deki.de/fileadmin/user_upload/i-Paed_Anti-Schwarzer_Rassismus_01.pdf
 

Wichtige Begriffe im Bereich Rassismuskritik

Erklärungen zu Diskriminierungsdimensionen