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Antiasiatischer Rassismus

Antiasiatischer Rassismus existiert nicht erst seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Basierend auf tatsächlichen und imaginierten Besuchen Asiens1, haben seit dem 13. Jahrhundert Europäer*innen Narrative konstruiert und verbreitet, die bis heute wirkmächtig sind. In ihnen erscheinen Asiat*innen als "anders", "exotisch" und "gefährlich". Auch in Deutschland lässt sich anhand von historischen Beispielen eine klare Kontinuität und Systemimmanenz von antiasiatischem Rassismus aufzeigen. Kaiser Wilhelm II prägte um 1900 das Bild der "gelben Gefahr", und eines, welches Menschen mit Asienbezug dem Bild des sogenannten Model Minority Myth entsprachen. Für die weiße Mehrheitsgesellschaft sind asiatisch-diasporische Menschen – je nach Bedarf – also entweder diejenigen, die die Pest mitbringen und als “gelbe Gefahr” zu verstehen sind oder Musterschüler*innen und Vorzeigemigrant*innen. Beide Narrative ermöglichen es, marginalisierte Gruppen gegeneinander auszuspielen und zu spalten.

Folgende Materialien können einen besseren Überblick zum Thema “Antiasiatischer Rassismus” schaffen:

1 Die Begriffe "Asien" und "asiatisch" werden sowohl als Kenntlichmachung einer Imagination Europas bzw. als Fremdzuschreibung durch Europäer*innen und andere Personen als auch für Menschen genutzt, die sich selbst als "asiatisch", "asiatische Deutsche" oder "asiatisch-diasporisch" bezeichnen.
 

Wichtige Begriffe im Bereich Rassismuskritik

Erklärungen zu Diskriminierungsdimensionen