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65 Jahre Mauerbau: Kuratorinnenführung durch die Ausstellung "Sprechende Bilder. Die Bernauer Straße 1961 bis 1989

Ansprechperson:

Dr. Katrin Passens  
Institution:  Stiftung Berliner Mauer  
E-Mail Kontakt:  passens@stiftung-berliner-mauer.de  

Mittwoch, 01. Juli 2026
Zeit: 14:00 Uhr
Ort: Philosophikum
Format: Kuratorinnenführung, Deutsch

Anmeldung nicht erforderlich

Die Wanderausstellung der Stiftung Berliner Mauer wurde gemeinsam mit blinden Menschen entwickelt. Ziel ist es, historische Bildquellen über Audiodeskriptionen erfahrbar zu machen und neue Zugänge zur Geschichte der deutschen Teilung zu eröffnen.
Im Sommer vor 65 Jahren begann der Mauerbau in Berlin. 28 Jahre lang zog sich die Mauer als tiefengestaffeltes Grenzsystem mitten durch die Stadt. Sie zerstörte Stadtraum und Lebenswege, trennte Familien und Freunde. Die Folgen des Mauerbaus sind bis heute spürbar. Die DDR war ohne ihr innerdeutsches Grenzregime und ohne die Berliner Mauer nicht denkbar. Die Bernauer Straße an der Schnittstelle zwischen Ost- und West-Berlin war ein Kristallisationspunkt der deutschen Teilung. Hier lassen sich die konkreten Auswirkungen und verschiedenen Aspekte der Teilung exemplarisch verdeutlichen. 
Nach Stationen an der TU Dresden und in verschiedenen Gedenkstätten wird die Wanderausstellung der Stiftung Berliner Mauer (SBM) im Sommersemester 2026 im Philosophikum präsentiert.
Die Ausstellung wurde gemeinsam mit blinden und sehbehinderten Menschen entwickelt. Ziel ist es, historische Bildquellen inklusiv erfahrbar zu machen und neue Zugänge zur Geschichte der deutschen Teilung zu eröffnen. Die Ausstellung stellt vier Themen anhand ausgewählter Fotografien in den Fokus. Die historischen Fotos werden durch Audiodeskriptionen (AD) zu Sprechenden Bildern. Sie eröffnen somit blinden und sehbehinderten Menschen einen Zugang zum umfangreichen Bilderkanon der Teilungsgeschichte. Sehenden Menschen bieten sie eine neue Perspektive auf historische Fotografie.
Dr. Katrin Passens, SBM-Mitarbeiterin und Kuratorin der Ausstellung, gibt Einblicke in die Entstehung der Ausstellung, die Auswahl der Fotografien sowie in das Konzept und die Entwicklung der Audiodeskriptionen.