If I Could Have Chosen
Ansprechperson:
Jacob Birken
Institution: Kunsthistorisches Institut / Theorie und Geschichte der Fotografie
E-Mail Kontakt: jbirken2@uni-koeln.de
Montag, 29. Juni 2026
Zeit: 18:00 Uhr
Ort: Seminarraum im Kunsthistorischen Institut 155 Bibliothek, Seminarraum 107 (29 Sitzpl.) (155/01/1.07), An St. Laurentius 8, 50931 Lindenthal
Format: Diskussion, Deutsch
Anmeldung nicht erforderlich
Die Diskussionsveranstaltung findet im Rahmen des Seminars „Realismus vor und nach der Fotografie“ statt. Gemeinsam mit der Künstlerin soll über ihr aktuelles Projekt zu transgeschlechtlichen Lebensrealitäten, über fotografische Praktiken und Theorien der Repräsentation gesprochen werden. Wir laden alle Interessierten ein, Einblicke in die Arbeit einer queeren Künstlerin zu bekommen und mit ihr über ihr Projekt zu sprechen.
Die Künstlerin
Layla Anne Kurz (Sie/Ihr) ist 1998 in Dresden geboren und studiert derzeit Fotografie im Bachelor an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Sie beschreibt ihre Arbeiten an einer Schnittstelle von Dokumentation und Poesie. Für sie bedingen und inspirieren beide Herangehensweisen einander. Als trans* Frau arbeitet sie derzeit vorranging zu den Themen Queerness, Identität und Selbstausdruck.
Das Projekt
IF I COULD HAVE CHOSEN entstand aus dem Wunsch heraus, einen Raum von trans* Personen für trans* Personen zu schaffen und einen nicht wertenden Blick auf verschiedene transgeschlechtliche Lebensrealitäten zu ermöglichen.
Titelgebend ist ein Teil der Lyrics des Songs „The Ocean“ der Band „Against Me“. Laura Jane Grace besingt hier Jahre vor ihrem Outing als trans* Frau, dass sie das Leben als Frau wählen würde, wenn sie gekonnt hätte. In der Arbeit geht es darum, eine Sichtbarkeit zu schaffen, die stark, manchmal verletzlich aber vor allem selbstbestimmt ist. Sie ist ein Fenster in Welten, die nicht durch cis-hetero-normative Narrative geprägt und von deren inhärent vorgegebenen Spielräumen bestimmt sind. Für diese Arbeit trifft Layla Anna Kurz trans* Personen in ihren Lebens- und Schaffensräumen, in Einrichtungen und an Orten, die für sie in ihren Leben und Transitionen von Bedeutung sind.
Es handelt sich um eine Arbeit mitten im Prozess. Im restlichen Jahr 2026 ist das Ziel, weitere Fotografien anzufertigen und 2027 die entstandene Arbeit in einem Buch und einer dazugehörigen Ausstellung zu realisieren.