Klassismus in der Hochschule
Ansprechperson:
Deborah Falsaperna Frahs
Institution: Universität zu Köln, Professur für Schulforschung mit dem Schwerpunkt Jugend (Prof.in Dr. Köhler)
E-Mail Kontakt: deborah.falsaperna@uni-koeln.de
Dienstag, 30. Juni 2026
Zeit: 16:00 - 17:30hr
Ort: Gebäude 216 - Seminarraum S133
Format: Seminar, Deutsch
Anmeldung nicht erforderlich
Trotz des meritokratischen Versprechens, dass Bildungserfolg vor allem durch Leistung bestimmt werden, zeigen aktuelle Befunde wie der Bildungstrichter des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung sowie internationale Vergleichsstudien wie TIMSS, dass in Deutschland insbesondere die soziale Herkunft einen überproportional starken Einfluss auf Bildungserfolge hat.
Von der frühkindlichen Bildung bis hin zur Hochschule prägt die soziale Herkunft maßgeblich die individuellen Bildungsbiografie. Deutschland gilt als eines der Länder, in denen die soziale Herkunft den stärksten Einfluss auf Bildungskarrieren nimmt.
Im Seminar werden zentrale Forschungsergebnisse und theoretische Konzepte zur sozialen Ungleichheit im Bildungssystem vorgestellt. Ein besonderer Fokus liegt auf institutionellen Übergängen, an denen sich soziale Herkunft als Selektionsmechanismus besonders deutlich zeigt.
Zusatz: Zu Beginn der Veranstaltung wird sich das fakE-Referat (für antiklassistisches Empowerment) kurz persönlich vorstellen. Es ist ein autonomes Referat der Universität zu Köln, das sich gegen Klassismus und soziale Diskriminierung im Hochschulalltag einsetzt. Es ist eine Interessenvertretung für alle Studierenden, die beispielsweise als Erste in ihrer Familie studieren (First Generation Students) oder aus einkommensschwachen Haushalten kommen.
Das IBW-Gebäude (216) verfügt über rollstuhlgerechte Eingänge. Lageplan: Details zur genauen Lage und zum barrierefreien Zugang können über die interaktive Karte UoCMaps der Universität eingesehen werden.