Ungleiche Kindheiten: Intersektionale Perspektiven auf Kinder und ihre Lebenswelten
Ansprechperson:
Prof.'in Dr. Julie A. Panagiotopoulou
Institution: Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften, Professur Bildung in Früher Kindheit
E-Mail Kontakt: a.panagiotopoulou@uni-koeln.de
Dienstag, 30. Juni 2026
Zeit: 12:00 Uhr
Ort: S101/211
Format: Seminar, Deutsch
Anmeldung erforderlich - per Mail an a.panagiotopoulou@uni-koeln.de
In diesem Seminar setzen wir uns anhand aktueller sozial- und erziehungswissenschaftlicher Publikationen mit Debatten um die individuellen und gesellschaftlichen Bedingungen von Kindheit auseinander. Im Mittelpunkt stehen dabei intersektionale Perspektiven und Konzepte wie „Gute vs. schlechte Kindheit“ und „Ungleiche Kindheiten“, die in den letzten Jahren den Zusammenhang von kindlichen Lebenswelten und sozialen Ungleichheiten beleuchten. Die Seminarteilnehmenden werden sich kritisch mit neueren Forschungsperspektiven und -ergebnissen zu spezifischen Themen wie „Kinder als demografische Minderheit in einer alternden Gesellschaft“, „Differenzerfahrungen von Kindern im Kontext von (Flucht-)Migration“ oder „Institutionelle Diskriminierung mehrsprachiger Vorschul- und Schulkinder“ befassen. Dazu werden die Seminarteilnehmenden auch Kinder befragen und/oder sie im (pädagogischen) Alltag mit einem Fokus auf „Akteur:innenschaft“ beobachten, um dabei auch ihre Rolle bei der (De)Konstruktion von Differenz zu untersuchen.
Einführende Literatur
• Betz, T.; Bollig, S.; Joos, M. & Neumann, S. (2018) (Hg.). Gute Kindheit. Wohlbefinden, Kindeswohl und Ungleichheit. Beltz Juventa
• Bühler-Niederberger, D. (2009). Ungleiche Kindheiten. www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/32038/ ungleiche-kindheiten-alte-und-neue-disparitaeten/
• El-Mafaalani, A.; Kurtenbach, S. & Strohmeier, K. P. (2025). Kinder – Minderheit ohne Schutz: Aufwachsen in der alternden Gesellschaft. Verlag Kiepenheuer und Witsch.
• Kämpfe, K. (2019). Kindheiten in europäischen Migrationsgesellschaften. Orientierungen von Kindern im Kontext von Differenz und Migration. Springer VS.