Dekoloniale Campusführungen
Die Universität zu Köln aus einer dekolonialen Perspektive betrachten.
Wie wirkt koloniale Geschichte bis heute an unserer Universität fort? Welche Spuren finden sich auf dem Campus – sichtbar und unsichtbar? Und welche Perspektiven fehlen in den gängigen Erzählungen und der Erinnerungskultur universitärer Geschichte?
Mit dem Projekt „Dekoloniale Campusführungen“ lädt das Referat Chancengerechtigkeit Studierende, Mitarbeitende und Besucher*innen dazu ein, den Campus aus einer intersektionalen, rassismus- und kolonialismuskritischen Perspektive zu erkunden.
Die Führungen bauen auf der konzeptionellen Arbeit von Halima Kamara auf, deren vier Audiotour-Stationen die Grundlage für die kritische Auseinandersetzung mit der kolonialen Geschichte der Universität zu Köln gelegt hat. Aufbauend auf ihrer Arbeit sollen Teilnehmende der interaktiven Campusführungen ermutigt werden, bestehende Machtverhältnisse zu hinterfragen, koloniale Kontinuitäten zu erkennen und Räume für eine rassismuskritische und dekoloniale Auseinandersetzung zu eröffnen. Die Führungen eröffnen Räume für Austausch, und gemeinsames Lernen – und machen koloniale Kontinuitäten sowie rassismuskritische Fragestellungen im universitären Alltag erfahrbar.
Das Projekt versteht sich als Beitrag zu einer reflektierten, solidarischen und diskriminierungssensiblen Universitätskultur, die marginalisierte Wissensformen anerkennt und strukturelle Ungleichheiten aktiv hinterfragt.
Worum geht es?
Die interaktiven Campusführungen setzen sich kritisch mit der kolonialen Geschichte und Gegenwart der Universität zu Köln auseinander. Sie laden dazu ein, den Campus als Ort zu verstehen, an dem koloniale und andere miteinander verflochtene Machtverhältnisse Spuren hinterlassen haben – in Gebäuden, Lehrinhalten, Forschungsstrukturen, institutionellen Praktiken und Selbstverständnissen.
Im Mittelpunkt der Führungen stehen unter anderem folgende Fragen:
• Kolonialen Kontinuitäten und deren Einfluss auf Universität, Stadt und Gesellschaft.
• Die Rolle einzelner Personen, Institutionen und Sammlungen, die in koloniale Strukturen eingebunden waren und sind oder diese reflektieren.
• Wie koloniale Denkmuster bis heute in Gebäuden, Lehrinhalten, Strukturen oder Selbstverständnissen fortwirken
• Der Entwicklung eines innovativen, partizipativen und nachhaltigen Bildungsangebots, das kritisches, diskriminierungssensibles und intersektionales Lernen am Campus ermöglicht.
Gemeinsam begeben wir uns auf einen Rundgang über den Campus, der bekannte Orte neu lesbar macht und verborgene Geschichten sichtbar werden lässt. Dabei werden auch jene Perspektiven in den Fokus gerückt, die in dominanten universitätshistorischen Narrativen häufig marginalisiert oder ausgeblendet bleiben.
Die Führungen verstehen sich als Einladung zum gemeinsamen Lernen, Reflektieren und Handeln – hin zu einer Universität, die sich Ihrer historischen Verantwortung stellt und aktiv an einer rassismus- und diskriminierungskritischen Zukunft arbeitet.
Warum teilnehmen?
Die Führungen sind mehr als ein Campusführungen – sie sind eine Einladung zum kritischen Blick:
• ein niedrigschwelliger Einstieg in rassismus- und kolonialismuskritische Debatten,
• Raum zur kritischen Reflexion eigener Positionen und institutioneller Strukturen,
• Impulse für eine dekoloniale Auseinandersetzung mit Hochschule und Wissen,
• Austausch in einem offenen, dialogorientierten Rahmen.
• Entdecken Sie Orte, narrativen und Geschichten, die in der offiziellen Universitätsgeschichte kaum Erwähnung finden.
• Entwickeln Sie Perspektiven für eine dekoloniale Praxis, die die Universität inklusiver und gerechter gestaltet.
Ob als Teil des Studiums, Welcome Weeks, zur Weiterbildung, im Rahmen von Lehrveranstaltungen oder aus persönlichem Interesse – die Führungen richten sich an alle, die die Universität zu Köln bewusster, gerechter und vielfältiger mitdenken möchten.
Für wen?
Das Angebot richtet sich an:
• Studierende aller Fachrichtungen
• Mitarbeitende der Universität (Lehrende, Verwaltung und Technik, etc.)
• Studieninteressierte und Besucher*innen der Universität
• Interessierte aus der Kölner Öffentlichkeit
• Hochschulgruppen, Seminare oder Initiativen
Führungen können auf Anfrage auch für geschlossene Gruppen angeboten werden.
Ablauf & Format
Dauer: ca. 90 Minuten
Format: Interaktiver Rundgang mit Gesprächsimpulsen und Austausch
Sprache: Deutsch (weitere Sprachen nach Absprache möglich)
Barrierefreiheit: Informationen dazu folgen / individuelle Absprachen möglich
Mitmachen & Termine
Aktuelle Termine, Anmeldemöglichkeiten und weitere Informationen werden hier veröffentlicht.
Bei Interesse an Gruppenführungen, Kooperationen oder individuellen Anfragen freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme via Email: campusfuehrungen@verw.uni-koeln.de
Entdecken Sie den Campus neu – Kritisch. Inklusiv. Intersektional. Dekolonial.
Projektleitung und Koordination
- Dr.in Rahab Njeri (sie/ihr)
Telefon: +49 221 470-89082 - Jules Bieber (keine Pronomen | they/them)
Telefon: +49 221 470 3224 - WHB: Carlos Maria Hufschlag (er/ihn)
Telefon: +49 221 470 7165
campusfuehrungen@verw.uni-koeln.de