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Bild: Markus Spiske on Unsplash

Richtlinie zum Umgang mit Diskriminierung, sexualisierter Gewalt und Mobbing

Anfang dieses Jahres ist die Richtlinie zum Umgang mit Diskriminierung, sexualisierter Gewalt und Mobbing an der UzK in Kraft getreten. Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Infos zur Richtlinie.

 

Welche Funktion erfüllt die Richtlinie zum Umgang mit Diskriminierung, sexualisierter Gewalt und Mobbing?

Die Richtlinie zum Umgang mit Diskriminierung, sexualisierter Gewalt und Mobbing stellt ein übergreifendes, verbindliches und transparentes Regelwerk für das Verfahren mit Diskriminierungsfällen an der UzK dar. Sie dient den zahlreichen Beratungs- und Anlaufstellen als Orientierung, unterstützt und stärkt Betroffene und hebt die Verantwortlichkeit der Leitungsebene hervor.

"Diskriminierung bedeutet Herabsetzung, Geringschätzung, Nichtbeachtung, Ausschluss oder Gewalt gegenüber Personen aufgrund tatsächlicher oder zugeschriebener gruppenspezifischer Merkmale wie Geschlecht (hierunter wird sowohl das juristische Geschlecht als auch das Identifikations- geschlecht gefasst), sexueller Orientierung/ Identität, Herkunft, Behinderung/ Krankheit, Religion/ Weltanschauung, Alter oder aufgrund weiterer individueller Differenzierungsmerkmale (z.B. Aussehen, institutionelle Zugehörigkeit in einer Organisation). Eine Mehrfachdiskriminierung liegt vor, sobald Personen gleichzeitig mehreren benachteiligten Gruppen angehören und in Situationen geraten, in denen aus mehr als einem Grund diskriminiert wird."

"Mobbing ist eine konflikt- beladene Kommunikation oder Handlung zwischen/unter ein- zelnen oder mehreren Betei- ligten, bei der die betroffene Person unterlegen ist und von einer oder mehreren Personen wiederholt und systematisch, oft über einen längeren Zeit- raum ausgegrenzt oder direkt oder indirekt angegriffen wird. Dieses Verhalten beinhaltet u.a.: systematische Verbreitung von diskreditierenden Gerüchten, systematische Verweigerung von studien- oder arbeits- relevanten Informationen, und Beleidigungen, ehrverletzende und demütigende Behandlung."

Inhalte der Richtlinie

Die Richtlinie beinhaltet eine Ausdifferenzierung der Pflichten der Hochschul- leitung und von Personen mit Leitungsaufgaben. Beratungs- und Beschwer- deverfahren werden konkretisiert und Sanktionsmöglichkeiten für Beschäftigte und Studierende aufgezeigt. Außerdem beinhaltet die Richtlinie eine Auflistung möglicher Anlaufstellen, Maßnahmen zur Prävention und Sensibilisierung und eine Regelung zur anonymisierten Datenerfassung von Diskriminierungsfällen an der UzK.

Entstehung

Die Richtlinie ist im Rahmen eines Teilprojekts des Audits „Vielfalt gestalten“ entstanden, das die UzK Anfang 2019 erfolgreich abgeschlossen hat. Als Grundlage dienten die frühere Richtlinie zum Umgang mit sexualisierter Diskriminierung und Antidiskriminierungsrichtlinien anderer Hochschulen. An der Erarbeitung beteiligt waren u.a. die Gleichstellungsbeauftragte, Studierende, das Justitiariat sowie weitere Beratende.

 

 

 

Verfahrensschritte und Sanktionsmöglichkeiten

Die Richtlinie unterscheidet zwischen informellen und formellen Verfahren. Ersteres beinhaltet Handlungsschritte, die der Beratung und Unterstützung von Betroffenen dienen, aber auch in einer Mediation oder der Einleitung eines formellen Verfahrens resultieren können. Beim Letzteren handelt es sich um ein Beschwerdeverfahren, welches eine vertrauliche Prüfung der Vorwürfe und ggf. Einleitung weiterer Maßnahmen nach sich ziehen kann.

Sanktionierungsarten hängen von der Schwere der Tat ab und werden im Einzelfall geprüft. Aus Erfahrungswerten von Beratungsstellen ist bekannt, dass in den meisten Fällen ein regulierendes Gespräch ausreichend ist. Möglich sind aber auch Sanktionen wie Ermahnungen, Hausverbote oder die Einleitung eines Disziplinarverfahrens.

"Als sexualisierte Gewalt werden alle Verhaltens- und Handlungsweisen verstanden, die in sexueller Hinsicht diskriminierend, beleidigend oder demütigend sind und die zur Folge haben, dass die Würde der betroffenen Person verletzt wird. Dieses Verhalten beinhaltet u.a.: sexualisierte nonverbale und verbale Kommunikation, herab- würdigende sexualisierte Darstellungen, und tätliche Übergriffe."

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Vorgehensmöglichkeiten