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9. GenderForum am 25.11.2021


Rund 70 Akteur*innen und Interessierte verfolgten das GenderForum und die Vorstellung der Jenny Gusyk Preisträger*innen 2021, die in Form von kurzen Videobeiträgen präsentiert wurden.

Der Fokus des GenderForums lag in diesem Jahr auf dem Thema Familienfreundlichkeit an Hochschulen unter Pandemiebedingungen, in das CHE-Geschäftsführer Prof. Dr. Frank Ziegele einführte und die Ergebnisse der CHE-Studie "Der Weg zur familienorientierten Hochschule – Lessons Learnt aus der Corona-Pandemie" vorstellte. Herausforderungen der letzten Monate wurden beleuchtet und daraus Handlungsempfehlungen für die Hochschule abgeleitet, z.B. in den Bereichen Kultur, Flexibilisierung von Angeboten, Studien- und Arbeitsbedingungen, Hochschulführung und Personalentwicklung.

Im Anschluss folgten kurze Statements mit Einblicken aus der Hochschule von der Zentralen Gleichstellungsbeauftragten, Annelene Gäckle, der Leiterin des Dual Career & Family Support, Silke Koppenhöfer, und des Prorektors für Akademische Karriere und Chancengerechtigkeit, Prof. Dr. Ansgar Büschges.

Den Schluss bildete eine Interviewrunde mit Eltern aus der Hochschule, vertreten durch Nadine Herbst, (Medizinstudentin), Frank Waschek (Abteilungsleiter im Dezernat für Forschungsmanagement) und Prof.‘ Dr. Kirsten Schindler (Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Deutsche Sprache und Literatur II). Sie brachten Ihre Erfahrungen aus verschiedenen Blickwinkeln ein.


Jenny Gusyk Gleichstellungspreise 2021

Die Jenny Gusyk Gleichstellungspreise 2021 wurden den Teilnehmer*innen des GenderForums in Form von Videobeiträgen vorgestellt:

Den Jenny Gusyk „Innovationspreis“ in Höhe von 3.000 Euro erhielt das Projekt HYPATIA.SCIENCE (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Department Mathematik/Informatik). HYPATIA.SCIENCE vergibt seit 2020 Forschungsstellen für wissenschaftliche Hilfskräfte, die sich gezielt an weibliche Studentinnen in den Fächern Mathematik und Informatik richten. Das Projekt ist eine Initiative zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses beim Übergang vom Studium in die Promotion. Ziel ist es, den Frauenanteil im Bereich Promotionen langfristig zu erhöhen. Die Studentinnen werden über die Hilfskraftstellen aktiv in die wissenschaftliche Arbeit eingebunden und erhalten Kenntnisse über Strukturen, Prozesse und Regeln im wissenschaftlichen Berufsalltag. An dem Projekt beteiligt sind apl. Prof. Dr. Dirk Horstmann, Prof. Dr. Gregor Gassner, Dr.' Anna Gundert, Dr.' Vera Weil und Dr. Michael Schlottke-Lakemper.

Der Jenny Gusyk "Nachwuchspreis" für eine herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeit in Höhe von 1.000 Euro wurde an Alexander Schmitz (Humanwissenschaftliche Fakultät, M.A. Erziehungswissenschaft) verliehen. Er wurde für seine Masterarbeit zum Thema „Opferrolle und suizidale Rhetorik: Männlichkeitskonstruktionen in der Incel-Community“ ausgezeichnet. Die Arbeit befasst sich mit einem sehr aktuellen und drängenden Thema und liefert einen wichtigen Beitrag zu aktuellen Debatten. Es geht um Fragen von Selbstinszenierungen und Fremdzuschreibungen, Privilegien und Marginalisierungen, Zugehörigkeiten und Ausschlüssen. „Hervorragend geschrieben, beeindruckend vielschichtig und über disziplinäre und akademische Grenzen hinausweisend, sollte die Arbeit ein großes Publikum erreichen“, so das Ergebnis der Auswahlkommission.

Der Jenny Gusyk Preis in der Kategorie "Familienbewusste Führung" in Höhe von 1.000 Euro erhielt Dr. Matthias Röder (Abteilung 74, Internationale Förderung). Er wurde als Führungskraft dafür ausgezeichnet, sich aktiv für Verbesserungen bei der Vereinbarkeit von Familien- bzw. Pflegearbeit und Beruf für seine Mitarbeitenden einzusetzen. Dr. Röder agiert mit eigenen Care-Aufgaben auch als Vorbild für sein Team und ermutigt sie dazu, Belastungsgrenzen wahrzunehmen und die eigene Gesundheit - und damit auch Arbeitsfähigkeit - zu schützen. Dr. Röder versteht Familienbewusstsein darüber hinaus nicht nur als Fürsorgeaufgabe gegenüber dem bestehenden Team, sondern transportiert dies auch gezielt in Bewerbungsverfahren, um qualifizierte Mitarbeiter*innen für die Universität zu Köln zu gewinnen.

Die Videos der Preisträger*innen folgen in Kürze.