zum Inhalt springen

10. GenderForum am 24.10.2022

Am 24. Oktober 2022 laden der Prorektor für akademische Karriere und Chancengerechtigkeit, die Zentrale Gleichstellungsbeauftragte und das Referat Gender & Diversity Management zum 10. GenderForum der Universität zu Köln ein. Das diesjährige Forum widmet sich dem Themenfokus „Wissenschaftsfreiheit und Chancengleichheit“ mit einem Impulsbeitrag von Prof.in Dr. Andrea Geier (Uni Trier). Im Rahmen des GenderForums werden zudem die Jenny Gusyk Gleichstellungspreise verliehen.

Das GenderForum wird als Präsenzveranstaltung von 13 - 16 Uhr im Tagungsraum des Neuen Seminargebäudes stattfinden.

 

Impulsvortrag "Streit um Wissenschaftsfreiheit. Debattendynamiken, Themencluster, Freiheitsverständnis"

Wissenschaftsfreiheit ist ein hohes Gut. Daher ist es wichtig, dass Warnungen vor Gefährdungen Aufmerksamkeit in Wissenschaft, Wissenschaftspolitik und Öffentlichkeit finden. Diese Beschreibung trifft allerdings nur in sehr eingeschränktem Maß auf die in den letzten Jahren intensiv geführten Diskussionen zu. Wissenschaftsfreiheit ist in einem erschreckenden Ausmaß zum Kampfbegriff geworden. Dies ist ein Problem für die öffentliche Wahrnehmung von Wissenschaft, es hat Folgen für die innerakademische Debattenkultur und es verzerrt vor allem den Blick auf wichtige gesellschaftspolitische Problemfelder. Denn zu den charakteristischen Merkmalen dieses Diskurses gehört, dass Anliegen wie etwa geschlechtergerechte Sprache, Antidiskriminierungsmaßnahmen, Chancengleichheit ebenso wie ganze Disziplinen und Forschungsfelder – insbesondere Gender Studies und Postkoloniale Studien – als Probleme markiert werden.

Wie lässt sich diese Dynamik erklären? Welche Vorstellungen von Rechten und Pflichten im akademischen Raum und vom Verhältnis von Universität und Gesellschaft werden dabei sichtbar? Und vor allem: Was können wir dagegen tun? Diesen Fragen widmet sich der Vortrag.

Prof.' Dr. Andrea Geier ist Professorin für Deutsche Literatur und Gender Studies. Ihre Forschungsschwerpunkte sind kulturelle und literarische Geschlechterforschung, deutsche Gegenwartsliteratur und Diskurse über Antisemitismus, Geschlecht und Alterität in der deutschen Gegenwartsdramatik. In ihrer Dissertation untersuchte sie Geschlechter- und Gewaltdiskurse in der deutschen Prosa der 1980er und 1990er Jahre. 

Seit 2010 ist sie Direktorin des Center for Postcolonial and Gender Studies (CePoG) an der Universität Trier, das eine Plattform für wissenschaftliche Ansätze bietet, die Konstruktionen nationaler, ethnischer und geschlechtlicher Identität kritisch hinterfragen. Das Zentrum initiiert und koordiniert Projekte und Aktivitäten, die die Grenzen einzelner Disziplinen überschreiten und ermöglicht die (internationale) Vernetzung und den Austausch zwischen Forschern und Institutionen im Bereich der Postcolonial and Gender Studies.

 


 

Bitte beachten Sie bei der Verwendung von Kontaktformularen unsere Datenschutzerklärung

Anmeldung für das 10. GenderForum am 24.10.2022

Anmeldeformular
captcha