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Daten und Fakten

vergrößern: Grafik Wiss. Qualifikationsstufen_2008_2018
Grafik: Wiss. Qualifikationsstufen Quelle: Referat GeDiM

Geschlechterverteilung an der Universität zu Köln

(alle Zahlen beziehen sich auf das Berichtsjahr 2018)

Frauen sind an der Universität zu Köln (UzK) auf fast allen Qualifikationsstufen bzw. in allen Statusgruppen im Vergleich zum Landes- und Bundesdurchschnitt überdurchschnittlich stark vertreten (vgl. Gender Report 2019, Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW). Im bundesweiten "Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2019" (vgl. CEWS, 2019) gehört die Universität zu Köln zu den besten drei Universitäten in NRW von insgesamt zehn und im bundesweiten Vergleich mit anderen Hochschulen zu den oberen 30 Prozent, was die Repräsentanz von Frauen und Männern auf den verschiedenen Qualifikationsstufen betrifft.

Bei genauerer Betrachtung zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede sowohl hinsichtlich der Geschlechterverteilung auf den einzelnen Qualifikationsstufen als auch in Hinblick auf die jeweiligen Fakultäten und Fächer.

Studierende und Promotionen
Im Jahr 2018 waren 61% der Studierenden an der UzK weiblich (s. Grafik: Studierende, AbsolventInnen und Promotionen). Dieser Anteil variiert jedoch stark je nach Fakultät (und auch Fach). Den höchsten Frauenanteil verzeichnete die Humanwissenschaftliche Fakultät mit rund 83%. In der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät war er mit jeweils 46% am niedrigsten. Auf der Ebene der Promotionen konnten diese Anteile nicht gehalten werden. Dort lag der Anteil bei den Promovendinnen z.B. an der Humanwissenschaftliche Fakultät bei 70% und an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät bei 40%. Insgesamt haben 50% Frauen ihre Promotion in 2018 erfolgreich abgeschlossen.

Postdocs
Die Gruppe der Postdocs ist von unterschiedlichen Faktoren geprägt. So betrug der Frauenanteil bei den Habilitationen 32%. Hier konnte der weibliche Anteil in den letzten Jahren deutlich gesteigert werden (8% im Jahr 1990). Gleichzeitig sind in dieser Gruppe über die letzten Jahre hinweg starke Schwankungen zu verzeichnen, die einerseits anhand der geringen absoluten Zahl von Habilitationen jährlich zu erklären sind (56 in 2018) und andererseits mit der abnehmenden Bedeutung von Habilitationen zugunsten anderer Karrierewege. Der Frauenanteil bei den Juniorprofessuren insgesamt lag bei 49% und bei den drittmittelfinanzierten Nachwuchsgruppenleitungen bei 23% (s. Grafik: PostdoktorandInnen).

Professorinnen und Professoren
Im Jahr 2018 betrug der Professorinnenanteil an der Uni Köln erneut (nach 2017) 30% für alle Besoldungsgruppen. Bei genauem Hinsehen beruht dies jedoch vor allem auf dem hohen Anteil der Gast- und Vertretungsprofessuren. In der Gruppe der W2-Professuren lag der Frauenanteil bei 31% und bei den W3-Professuren nur noch bei 23%. Die Besoldungsstufen W2 und W3 zusammen genommen wiesen einen Frauenanteil von 27% auf (s. Grafik: ProfessorInnen)
Die Berufungsquote von Frauen (W1 bis W3) lag fakultätsübergreifend in den Jahren 2016-2018 bei 31% (s. Grafik: Neuberufungen).

Wissenschaftliches Personal und Personal in Technik und Verwaltung sowie Hochschulleitung
Das weitere wissenschaftliche Personal weist ein nahezu ausgeglichenes Geschlechterverhältnis auf: 52% der wissenschaftlich Beschäftigten an der UzK sind weiblich. Und auch in der Gruppe Personal in Technik und Verwaltung wird mit einem Frauenanteil von 70% die 50%-Marke deutlich überschritten. Allerdings ist auch hier sichtbar, dass auf den höheren Leitungsebenen in der Verwaltung ((Vize-)Kanzler*in, Dezernats-und Stabsstellenleitungen) der Frauenanteil geringer ist. Er lag im Dezember 2019 bei nur 38% und auf der Ebene der Abteilungsleitungen sogar nur bei 25% (s. Grafik: Hochschulleitung).

In den Selbstverwaltungsgremien auf der Führungsebene waren Frauen im Jahr 2019 mit mindestens rund einem Drittel vertreten: auf Rektoratsebene und im Senat mit jeweils 29%, im Hochschulrat mit 50%, bei den Dekan*innen mit 33% und bei den Prodekan*innen mit 43%.

Fazit
Zusammenfassend betrachtet kann die UzK einen hohen Anteil an Frauen auf fast allen Qualifikationsebenen vorweisen, insbesondere bei den Studierenden. Damit steht ihr ein großer Pool von talentierten potentiellen Nachwuchswissenschaftlerinnen zur Verfügung. Die kontinuierliche Steigerung des Professorinnenanteils auf 30% (seit 2017) ist ein besonderer Erfolg. Trotz dieser Fortschritte zeigen die Zahlen auch, dass Frauen in einigen Bereichen und in einigen Fakultäten/Fächern unterdurchschnittlich vertreten sind, beziehungsweise es in einigen Bereichen zur Stagnation kommt und die Gleichstellungsziele damit noch nicht erreicht sind. Insbesondere ab der Postdoc-Ebene und in den Leitungspositionen. Somit gilt es weiterhin, den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und Professorinnen sowie weibliche Führungskräfte in der Verwaltung zu gewinnen.

Die detaillierten Zahlen finden Sie im Gender Datenreport 2019.

vergrößern: Stud_Absolv_Promo_2018
Grafik: Stud., Absolv. & Promotionen 2018, Referat GeDiM
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Grafik: Postdocs 2018, Referat GeDiM
vergrößern: Grafik_Professorinnen_2018
Grafik: ProfessorInnen 2018, Referat GeDiM
vergrößern: Grafik 5_Berufungen 2016-2018
Grafik: Berufungen 2016-2018, Referat GeDiM
vergrößern: Grafik 6_Hochschulleitung_2019
Grafik: Hochschulleitung 2019, Referat GeDiM

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Diversität an der Universität zu Köln

Ergebnisse der Studieneingangs- und Absolvent*innenbefragung

Die Zentrale Evaluation von Studium und Lehre | Hochschulforschung der Universität zu Köln stellt in ihrem Bericht "Diversität an der Universität zu Köln: Ergebnisse der Studieneingangsbefragung und Befragung der Absolventen/-innen“ Studierende bzw. Absolvent*innen aus nicht-akademischem und akademischem Elternhaus, mit und ohne Migrationshintergrund, sowie mit und ohne familiäre Verpflichtungen gegenüber.

Im Folgenden haben wir für Sie einige Daten aus dem Bericht aufgearbeitet. Weitere Informationen zu den einzelnen Befragungen finden Sie auf den jeweiligen Seiten der Zentrale Evaluation von Studium und Lehre | Hochschulforschung der Universität zu Köln und im Bericht "Diversität an der Universität zu Köln".


Studieneingangs- und Absolvent*innenbefragung

Zur Studieneingangsbefragung lädt die Universität zu Köln alle Studierenden gegen Ende ihres ersten Semesters ein. Je nach Semester ist der Teilnahmezeitraum von Juni bis August oder von Januar bis März. Die Befragung findet online statt und dauert ca. 15 Minuten. Ziel ist es, herauszufinden, wie sich die Gruppe der Studierenden zusammensetzt, um ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse der Studierenden zu erlangen.
Seit 2008 führt die Universität zu Köln jährliche eine Befragung der Absolvent*innen durch, um einen Einblick in den Studienverlauf und die Zusammenhänge zwischen dem Studium an der Universität zu Köln und dem Berufserfolg der Absolvent*innen zu erlangen. Der Befragungszeitraum ist jeweils von Oktober bis Februar, also im auf den Abschluss folgenden Wintersemester.

Ergebnisse der Studieneingangs- und Absolvent*innenbefragung

Von den Studierenden, die im Sommersemester 2018 und Wintersemester 2017/2018 ihr Studium begonnen haben, kommen 39% aus nicht-akademischem Elternhaus und knapp ein Drittel der Studierenden (31%) haben einen Migrationshintergrund. 5% der Studienanfänger*innen gaben an, dass sie Kinder zu betreuen haben und 3% gaben an, Angehörige zu pflegen. 6% der Studierenden haben eine chronische Erkrankung oder Behinderung.

Die Absolvent*innen des Prüfungsjahrgangs 2016 kommen zu 43% aus nicht-akademischem Elternhaus. 23% der Absolvent*innen aus dem haben einen Migrationshintergrund. Bei 9% der Absolvent*innen lebt mindestens ein Kind im eigenen Haushalt. Sie zählen damit zur Gruppe der Studierenden mit familiärer Verpflichtung. 15% der Absolvent*innen haben eine chronische Erkrankung oder Behinderung.

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Grafik: Referat Gender & Diversity Management

Weitere Informationen zu den Studierendengruppen u.a. hinsichtlich ihrer Studienentscheidungen, Abbruchneigung und -entscheidungen, Studienerfolg und Studienfinanzierung finden Sie im Bericht "Diversität an der Universität zu Köln: Ergebnisse der Studieneingangs-, Absolventen- & Exmatrikuliertenbefragung".