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Daten und Fakten

vergrößern: Grafik 1_Wiss.Qualifikationsstufen_2019
Grafik: Wiss. Qualifikationsstufen, Quelle: Referat GeDiM

Geschlechterverteilung an der Universität zu Köln

(alle Zahlen beziehen sich auf das Berichtsjahr 2019)

Frauen sind an der Universität zu Köln (UzK) auf fast allen Qualifikationsstufen bzw. in allen Statusgruppen im Vergleich zum Landes- und Bundesdurchschnitt überdurchschnittlich stark vertreten (vgl. Gender Report 2019, Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW). Im bundesweiten "Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2019" (vgl. CEWS, 2019) gehört die UzK zu den besten drei Universitäten in NRW von insgesamt zehn und im bundesweiten Vergleich mit anderen Hochschulen zu den oberen 30 Prozent, was die Repräsentanz von Frauen und Männern auf den verschiedenen Qualifikationsstufen betrifft.

Bei genauerer Betrachtung zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede sowohl hinsichtlich der Geschlechterverteilung auf den einzelnen Qualifikationsstufen als auch in Hinblick auf die jeweiligen Fakultäten und Fächer.

Studierende und Promotionen
Im Jahr 2019 waren 61% der Studierenden an der UzK weiblich (s. Grafik: Studierende, AbsolventInnen und Promotionen). Dieser Anteil variiert jedoch stark je nach Fakultät (und auch Fach). Den höchsten Frauenanteil verzeichnete die Humanwissenschaftliche Fakultät mit rund 83%. In der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät mit 46% und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät mit 47% war er am niedrigsten. Auf der Ebene der Promotionen konnten diese Anteile nicht gehalten werden. Dort lag der Anteil bei den Promovendinnen z.B. an der Humanwissenschaftlichen Fakultät bei 62% und an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät bei 41%. Ausgangslage waren hier 61% Studentinnen. Insgesamt schlossen in 2019 52% Frauen ihre Promotion erfolgreich ab.

Postdocs
Die Gruppe der Postdocs ist von unterschiedlichen Faktoren geprägt. So betrug der Frauenanteil bei den Habilitationen insgesamt 27%. Hier konnte der weibliche Anteil in den letzten Jahren deutlich gesteigert werden (8% im Jahr 1990). Gleichzeitig sind in dieser Gruppe über die letzten Jahre hinweg starke Schwankungen zu verzeichnen. Diese lassen sich einerseits mit der geringen absoluten Anzahl von Habilitationen jährlich erklären (44 in 2019) und andererseits mit der abnehmenden Bedeutung von Habilitationen zugunsten anderer Karrierewege. Der Frauenanteil bei den Juniorprofessuren insgesamt lag bei 55% und bei den drittmittelfinanzierten Nachwuchsgruppenleitungen bei 31% (s. Grafik: PostdoktorandInnen).

Professorinnen und Professoren

Im Jahr 2019 betrug der Professorinnenanteil an der UzK insgesamt 31% (alle Besoldungsgruppen). Bei genauem Hinsehen beruht dies jedoch vor allem auf dem hohen Anteil der Gast- und Vertretungsprofessuren. In der Gruppe der W2-Professuren lag der Frauenanteil bei 30% und bei den W3-Professuren nur noch bei 25%. Die Besoldungsstufen W2 und W3 zusammen genommen wiesen einen Frauenanteil von 27% auf (s. Grafik: ProfessorInnen).

Die differenzierte Darstellung der W2/C3 und W3/C4-Besoldungen im Verlauf der letzten zehn Jahre zeigt einen langsamen Anstieg beziehungsweise eine Stagnation der Entwicklung in der W2/C3-Besoldungsgruppe. So stieg der Frauenanteil hier zwar von 25% in 2009 auf 30% in 2019, weist damit aber im Vergleich zu 2014 einen leichten Rückgang auf. Bei den W3/C4-Besoldungen konnte der Anteil seit 2009 kontinuierlich von 16% auf 25% in 2019 gesteigert werden.

Die Berufungsquote von Frauen (W1 bis W3) lag fakultätsübergreifend in den Jahren 2017-2019 bei 35% (s. Grafik: Neuberufungen).

Wissenschaftliches Personal und Personal in Technik und Verwaltung sowie Hochschulleitung

Das weitere wissenschaftliche Personal weist ein nahezu ausgeglichenes Geschlechterverhältnis auf: 53% der wissenschaftlich Beschäftigten an der UzK sind weiblich. Und auch in der Gruppe Personal in Technik und Verwaltung wird mit einem Frauenanteil von 70% die 50%-Marke deutlich überschritten. Allerdings ist auch hier sichtbar, dass auf den höheren Leitungsebenen in der Verwaltung ((Vize-)Kanzler/in, Dezernats-und Stabsstellenleitungen) der Frauenanteil geringer ist. Er lag im Dezember 2020 bei nur 36%, wie auch auf der Ebene der Abteilungsleitungen. (s. Grafik: Hochschulleitung).

In den Selbstverwaltungsgremien auf der Führungsebene waren Frauen im Jahr 2019 mit mindestens rund einem Drittel vertreten: auf Rektoratsebene mit 33%, im Senat mit 29%, im Hochschulrat mit 50%, bei den Dekan/innen mit 33% und bei den Prodekan/innen mit 48%.

Fazit
Zusammenfassend betrachtet kann die UzK einen hohen Anteil an Frauen auf fast allen Qualifikationsebenen vorweisen, insbesondere bei den Studierenden. Damit steht ihr ein großer Pool von talentierten potentiellen Nachwuchswissenschaftlerinnen zur Verfügung. Die kontinuierliche Steigerung des Professorinnenanteils auf 31% ist ein besonderer Erfolg. Trotz dieser Fortschritte zeigen die Zahlen auch, dass Frauen in einigen Bereichen und in einigen Fakultäten/Fächern unterdurchschnittlich vertreten sind, beziehungsweise es in einigen Bereichen zur Stagnation kommt und die Gleichstellungsziele damit noch nicht erreicht sind. Insbesondere ab der Postdoc-Ebene und in den Leitungspositionen. Somit gilt es weiterhin, den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und Professorinnen sowie weibliche Führungskräfte in der Verwaltung zu gewinnen.

Die detaillierten Zahlen und Grafiken finden Sie auch im Gender Datenreport 2021.

vergrößern: Grafik_Stud_Absolv_Promo_2019
Grafik: Stud., Absolv. & Promotionen 2019, Referat GeDiM
vergrößern: Grafik_Postdocs_2019
Grafik: Postdocs 2019, Referat GeDiM
vergrößern: Grafik_ ProfessorInnen_2019
Grafik: ProfessorInnen 2019, Referat GeDiM
vergrößern: Grafik_ProfessorInnen_W2W3_2019
Grafik: ProfessorInnen W2/C3 und W3/C4, Referat GeDiM
vergrößern: Grafik_Berufungen
Grafik: Berufungen 2017-2019, Referat GeDiM
vergrößern: Grafik_Hochschulleitung_2020
Grafik: Hochschulleitung 2020, Referat GeDiM

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Diversität an der Universität zu Köln

Die Zentrale Evaluation von Studium und Lehre | Hochschulforschung der Universität zu Köln stellt in ihrem Bericht "Diversität an der Universität zu Köln: Ergebnisse der Studieneingangsbefragung und Befragung der Absolventen/-innen“ Studierende bzw. Absolvent*innen aus nicht-akademischem und akademischem Elternhaus, mit und ohne Migrationshintergrund, sowie mit und ohne familiäre Verpflichtungen gegenüber.

Im Folgenden haben wir für Sie einige Daten aus dem Bericht aufgearbeitet. Weitere Informationen zu den einzelnen Befragungen finden Sie auf den jeweiligen Seiten der Zentrale Evaluation von Studium und Lehre | Hochschulforschung der Universität zu Köln und im Bericht "Diversität an der Universität zu Köln".


Studieneingangs- und Absolvent*innenbefragung

Zur Studieneingangsbefragung lädt die Universität zu Köln alle Studierenden gegen Ende ihres ersten Semesters ein. Je nach Semester ist der Teilnahmezeitraum von Juni bis August oder von Januar bis März. Die Befragung findet online statt und dauert ca. 15 Minuten. Ziel ist es, herauszufinden, wie sich die Gruppe der Studierenden zusammensetzt, um ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse der Studierenden zu erlangen.
Seit 2008 führt die Universität zu Köln jährliche eine Befragung der Absolvent*innen durch, um einen Einblick in den Studienverlauf und die Zusammenhänge zwischen dem Studium an der Universität zu Köln und dem Berufserfolg der Absolvent*innen zu erlangen. Der Befragungszeitraum ist jeweils von Oktober bis Februar, also im auf den Abschluss folgenden Wintersemester.

Ergebnisse der Studieneingangs- und Absolvent*innenbefragung

Von den Studierenden, die im Wintersemester 2019/2020 und im Sommersemester 2020 ihr Studium begonnen und an der Befragung teilgenommen haben, kommen 37% aus einem nicht-akademischen Elternhaus und knapp ein Drittel der Studierenden (28%) hat einen Migrationshintergrund (gem. Definition des Stat. Bundesamtes). 6% der Studienanfänger*innen gaben an, dass sie neben dem Studium familiären Verpflichtungen nachkommen und Kinder zu betreuen haben. 4% pflegen ihre Angehörigen. Eine chronische Erkrankung oder Behinderung haben etwa 7% der Studierenden.

Die Absolvent*innen des Prüfungsjahrgangs 2018 (Wintersemester 2017/2018 und Sommersemester 2018) kommen zu 40% aus einem nicht-akademischen Elternhaus. 24% der Absolvent*innen haben einen Migrationshintergrund und bei 6% der Absolvent*innen lebt mindestens ein Kind im eigenen Haushalt. Ihr Studium mit einer chronischen Erkrankung oder Behinderung abgeschlossen haben 19% der Absolvent*innen.

vergrößern: Diversität von Studierenden an der UzK
Grafik: Referat Gender & Diversity Management

Weitere Informationen zu den Studierendengruppen u.a. hinsichtlich ihrer Studienentscheidungen, Abbruchneigung und -entscheidungen, Studienerfolg und Studienfinanzierung finden Sie im Bericht "Diversität an der Universität zu Köln: Ergebnisse der Studieneingangs-, Absolventen- & Exmatrikuliertenbefragung".